Jenzig-Gesellschaft e.V.

 
 
 
 

Die Jahre 1932-1939

Die Jahre zwischen 1931 - 1939

Im letzten Artikel konnte wir berichten: Das Jenzighaus hat eine Erweiterung seines Gastraumes und seiner Wohnräume erfahren, die bis zu den Maßnahmen im Zusammenhang des Anbaus des „Ulbricht-Cafes“ in den Jahren 1968/69 Bestand hatte, eine Wasserleitung versorgte nun das Jenzighaus vom südlich gelegenen Tal aus mit Wasser und die Elektrozuleitung war dem erhöhten Leistungsverbauch im Jenzighaus angepasst worden. Das Wasser wurde auf dem Jenzig in einen isolierten Tank gepumpt und gelangte von dort über eine Pumpe in die Wasserleitungen des Hauses. Diese Pumpe machte immer wieder Schwierigkeiten, die erst 1934 durch Installation einer neuen Pumpe abgestellt werden konnten.

Nach diesen arbeitsreichen und finanzintensiven Jahren widmete sich die Gesellschaft nach 1930 zunächst ihrem Vereinsleben, man wollte ja auch das Geschaffene genießen. Trotzdem gab es noch weitere gedanklich Ansätze und Vorhaben der Jenzig-Gesellschaft über die nunmehr chronologisch weiter berichtet werden soll.

Die Lüftung im Jenzighaus wurde bemängelt, in den Jahren 1932/33 durch modernere Möglich-keiten ersetzt und weitere neue Lüftungsschächte am Haus angebracht.

· Die Umgebung des Pumpenhauses am südlichen Jenzighang bedurfte einer gründlichen Pflege und wurde durch Bepflanzungen in einen ansehnlichen Zustand versetzt. In der VS am 15. Mai 1935 in Gasthaus „Zur Post“ wurde der Antrag der "Stahlhelmsiedlung" (Sonnenblicksiedlung), sich an die Jenzig-Wasserleitung anschließen zu dürfen, abgelehnt. Auch das Jenzighaus erforderte immer wieder Einsatz. So waren in den Jahren 1932 bis 1935 Reparaturen am Dach und an den Fenstern notwendig, die Geld kosteten.

Der Wert des Jenzighauses wird Ende 1934 mit 34.200,- RM veranschlagt.

Aber es gab auch Ideen für Neugestaltungen auf und am Jenzig und in seiner näheren Umge-bung:

Schon 1932 kommt es zu einer Wegeverlegung: Der Zick-Zack-Weg, der am Fernrohr vorbeiführt, wird gesperrt und ein neuer Zugang zum Jenzig geschaffen mit besserem Blick ins Tal und in die Ferne. 1934 wurden 670 Std. am Berg geleistet.

1934 wird der seit Jahren anstehende Wunsch nach angemessener Ehrung der im Weltkrieg ge-fallenen Jenziger wird wieder aufgegriffen. Der Vorschlag ist, einen wuchtigen Stein zu errichten. Der Aufstellort ist noch zu bestimmen und die Verhandlungen und Arbeiten sollen im nächsten Jahr beginnen.

Im September 1934 berichtet der Führsteher im Jenzighaus, Fritz Klipp, über den Stand „Ehrenmal“ und führt aus, dass dieses Projekt schon vor vielen Jahren verhandelt wurde, aber wegen zu hoher Kosten immer wieder zurückgestellt wurde. Heute sei die Kostenlage günstiger. Aber es dauert noch!

· In der Vorstandssitzung am 18.09.1935: Der Stadtgärtner Spieß hat bei einer Ortsbegehung die JG fachmännisch über die Gestaltung beraten.

· In der Jahresvollversammlung am 06.03.1936 wird erwähnt, dass die Stadt Einspruch gegen die Errichtung des Ehrenmals erhoben hat.

· In der Vorstandssitzung am 25.03.1936 wird die Ehrenmalfrage so geregelt, dass Wilhelm Härdrich die Fertigstellung übernimmt.

· In der Jahreshauptversammlung am 05.03.1937 wird festgestellt: „Die Errichtung eines Gedenksteines für die Gefallenen des Weltkrieges machten uns Sorge und Arbeit und sind durch Vorstand und Wilhelm Härdrich, als Stifter, zufrieden stellend erledigt worden.

· Die Einweihung fand am 13.06. 1937 um 11:00 Uhr auf dem Jenzig statt.

Ende 1934 regen die Kunitzburger an, Schutzhütten am Wanderweg „Hufeisen“ zu errichten. Der Vorschlag wird auch in der Jenzig-Gesellschaft diskutiert, aber es kommt in dieser Sache zu keinem praktischen Ergebnis. Im Gespräch ist auch ein so genannter Panoramaweg. Als Vor-schlag des Kulturamtes Erfurt soll der Promenadenweg: Löbnitz – Wogau – Jena über den Jenzig führen. Auch hier bleibt es wohl bei der Idee, denn ein solcher Weg mit freiem Ausblick ins Tal ist heute nicht zu erkennen.

Im Bund der Thüringer Burg-, Berg- und Waldgemeinden ist die Jenzig-Gesellschaft auch in den 30`iger Jahren die größte Gruppierung. Trotzdem war ihre Haltung zu diesem Bund ebenso kritisch wie bereits im Artikel 9 geschildert. Der Tenor in der Diskussion ist immer wieder, dass der Vorstand in Leitungsfragen schwach und der Beitritt zu hoch ist und daher die Gelder besser für den Jenzig verwendet werden sollten. Vielleicht war diese Unzufriedenheit mit dem „Bund“ dann der Anlaß dafür, dass scheinbar unter Initiative der Jenzig-Gesellschaft 1933 der Vorschlag eingebracht wurde, einen Saalegau der Berg-, Burg- und Waldgemeinden im hiesigen Gebiet zu gründen. Dieser SAALEGAU wurde dann auch wirklich ins Leben gerufen, hat über Jahre eigene Zusammenkünfte durchgeführt, und die Jenzig-Gesellschaft erhielt für ihre Initiative sogar ein Gündungs-Geschenk vom Vorsitzenden des „BUNDES“, Herrn Dr. Kober. Aus unseren Unterlagen ist jedoch nicht ersichtlich wie lange diese Untergemeinschaft existiert hat, denn es gibt auch Hinweise aus der Zeit nach 1933, dass man im Verein in gespannter Abwartung über den zukünftigen Umgang des neuen Regimes mit den Vereinen verharrte. So sollte sich auch der Name „Jenzig-Gesellschaft“ ändern; daraus wurde jedoch nichts.

Wie sich so manches im Leben wiederholt!!!!

Zur neuen Politik nach 1933 äußerte sich der 1. Vorsitzenden in der Vorstandssitzung am 6. Mai 1933 im Jenzighaus wie folgt: „Die Jenziger haben sich bisher nie politisch positioniert und wollen es auch weiterhin nicht. Sie wollen den Gemeinsinn unter den Mitgliedern pflegen..."

Trotzdem, die Jenzig-Gesellschaft soll im „Winterhilfswerk“ tätig werden. Um Geld dafür zu be-schaffen, wurden jährlich Vortragsabende mit Gesang der Sängerabteilung in „Jena-Ost-Gaststätten“ abgehalten.

In der Vorstandssitzung am 16. August 1933 in der „Alten Post“ konnte vermeldet werden, dass von der Fuchsturm-Gesellschaft ein Schreiben eingegangen ist, aus dem hervorgeht, dass dieselbe auf dem Windberg einen Bundeshain errichten will und um einen Stein festgeschriebe-ner Größe auch von der Jenzig-Gesellschaft bittet. Dieser Vorschlag wird begrüßt, aber es dauerte noch bis 1936 ehe der Stein aus dem eigenen Steinbruch gebrochen und mit der, noch heute auf dem Fuchsturmgelände sichtbaren Bronzetafel ausgestattet, auf dem Windberg aufge-stellt war.

Anfang 1933 wird bei Arbeiten im Steinbruch ein Bronzemesser gefunden. Sein Alter wird auf 2.500 bis 3.000 Jahre geschätzt. Das gefundene Bronzemesser wird abgegeben und es werden Vorträge zur Prähistorik des Jenzigs angeboten. Dieser Fund war der Anlaß für gezielte Grabungen, die weitere kleine Funde ans Licht brachten. Die Jenzig-Gesellschaft organisierte 1935 eine Besichtigung des Germanischen Museums, in dem all diese Funde ausgestellt waren.

Parallel zu allen am und auf dem Berg wie am Jenzighaus wurden jedoch auch der Geselligkeit im Jenzighaus über Bergfeste mit Glücksrad, Fisch- und Schokoladenbude, Sonnenwendfeiern, Erntedankfeste, Weihnachtsfest, Kappen- und Heimatabende etc., aber immer mit Eintrittsgel-dern für alle, außer Kindern, im 2- bis 3- Groschenbereicht und den obligatorischen sonna-bendlichen Sippungen auf dem Jenzig Rechnung getragen und man traf sich mit den Jenaer Berggemeinden und den Gemeinden im Thüringer Bund.

Das 30. Stiftungsfest fand am Sonnabend dem 01.07. 1933 als Festsitzung mit Jubilaren und Nachbargemeinden statt und am 2. Juli 1933 sollten alle Gemeinden eingeladen werden.

1934 organisierte man sogar eine 1 ½ - Tageswanderung zur Wachsenburggemeinde nach Arnstadt und am nächsten Tag nach Oberhof, Zella Mehlis und Albrechtsdorf-Suhl.

Man überließ auch nichts dem Zufall oder der Beliebigkeit, sondern traf wichtige Festlegungen für das Vereinsleben, so:

Im Jahre 1932: Die Familienabende auf dem Jenzig sollen wieder eingeführt werden, die Weihnachtsfeier soll von nun an am 2. Weihnachtsfeiertage im Jenzighause sein.

Im Jahre 1933: Der Vorstand ist künftig über Postkarten einzuladen; das Fremdenbuch soll zwecks besserer Aufbewahrung dem Jenzigwirt übergeben werden; die Sammelbüchse soll auch bei den Gästen in Umlauf gebracht werden.

Im Jahre 1934: Es kommt das Jenzigabzeichen für jedes Mitglied als Zeichen der Zusammen-gehörigkeit, aber auch zum Zweck der Werbung. Damit erhöht sich die Beitragsgebühr um 50 Pf. auf 2,50 RM.

Man überließ auch nichts dem Zufall oder der Beliebigkeit, sondern traf wichtige Festlegungen für das Vereinsleben, so:

Im Jahre 1932: Die Familienabende auf dem Jenzig sollen wieder eingeführt werden, monatlich einmal, die Weihnachtsfeier soll von nun an am 2. Weihnachtsfeiertage im Jenzighause sein.

Im Jahre 1933: Der Vorstand ist künftig über Postkarten einzuladen; das Fremdenbuch soll zwecks besserer Aufbewahrung dem Jenzigwirt übergeben werden; die Sammelbüchse soll auch bei den Gästen in Umlauf gebracht werden.

In Jena gibt es nun einen Verkehrsverein. Diesen will die Gesellschaft nutzen. Ein Mitglied soll daher Verhandlungen mit dem Verkehrsverein führen zwecks Eingliederung des Jenzigs in dessen Werbung für Jena .

Im Jahre 1935: Es soll zur Tradition werden, dass mit dem Gründonnerstag als Singstunde im Jenzighaus der Frühling eingeläutet wird. Auch der Turnverein Jena bittet die Jenzig-Gesell-schaft um diesen Gründonnerstag im Jenzighaus. Sie will jährlich am Gründonnerstag die Jenzig-Gesellschaft besuchen und bittet um gemeinsamen Gesang aus dem Liederbuch.

Das Bergfest soll wieder in alter Weise gefeiert werden, ebenso das Erntefest und der Kappen-abend.

Mit dem Gastwirt Mönnig hatte die Jenzig-Gesellschaft bis auf Kleinigkeiten ein gutes Einver-nehmen. Er bewirtschaftete das Jenzighaus von 1927 bis Ende 1937. Nach ihm folgt als Gast-wirt der Küchenmeister, Herr Ernst Schmaler, der zusammen mit seiner Frau Elisabeth die Be-wirtung bis zur Enteignung der Jenzig-Gesellschaft im Jahre 1954 und noch ein Stück darüber hinaus mit Bravour auch über die schwierigen Kriegsjahre durchführte. Dann ging das Jen-zighaus über in die Verwaltung von HO-Gaststätten Jena, die zumeist die Auswahl der Jenzigwirte ohne Abstimmung mit dem Vorstand der Jenzig-Gesellschaft vornahm. Aber dazu später noch mehr.

Die Jahre verlaufen nun etwas ruhiger. Im Jahre 1935 gab es auch einen ausgeglichenen Haushalt der Jenzig-Gesellschaft, denn größere Reparaturen standen nicht an. Ab 1936/37 trat dann zunehmend das Ehrenmitglied Wilhelm Härdrich in Erscheinung, in dem er mit zum Teil sehr fortschrittlichen Vorhaben an den Vorstand der Jenzig-Gesellschaft herantrat.

Über die Jahre 1936/37 hatte er, wie schon berichtet, die verfahrene Situation um den Ge-denkstein für die im ersten Weltkrieg gefallenen Mitglieder der Jenzig-Gesellschaft in seine Hand genommen und zu einem guten Ende geführt. Er wurde der Stifter des Denkmals und die Einweihung fand am 13.06.1937 statt.

Den Gefallenen und Verstorbenen der Jenzig-Gesellschaft
"Den Gefallenen und Verstorbenen der Jenzig-Gesellschaft"

Zu der Vorstandssitzung am 13.07.1937 in der „Post“ war auch eingeladen das Ehrenmitglied Wilhelm Härdrich.
Wilhelm Härdrich berichtet in dieser Beratung über seine Vorhaben im und am Jenzig:

  • Verbesserung des Zick-Zack-Wanderweges zum Jenzig,
  • Anlegen einer Autostraße zum Jenzig,
  • Ausbau des Plateaus von der Kuppe bis zum Bockwurststand
  • Anbringung von Beleuchtung auf der geplanten Terrasse
  • Anbau einer Glasveranda u. a. mehr.

Über diese Vorschläge wurde in der nächsten Zeit lange und heftig diskutiert. Aus heutiger Sicht betrachtet kommt einem die Haltung der damaligen Vorderen im Vorstand „Hinterwäldlerisch“ vor, denn sie lehnten kategorisch alles ab. Diese Gruppe meinte und polemisierte: Durch diese Maßnahmen gehe die Gemütlichkeit auf dem Jenzig verloren. Der Wirt stehe auch mehr zu W. Härdrich, als zur Gesellschaft. Der Stamm der Jenziger, der nach oben gehe, gehe nicht für den Wirt und Wilhelm Härdrich nach oben, sondern für die Gesellschaft und deren Interessen. Nur die Gesellschaft habe das Sagen auf dem Berg und man ist strikt gegen einen weiteren Ausbau des Jenzighauses oder der Veranda.

Andere begrüßten die Vorhaben, um mehr Verkehr auf den Jenzig zu bekommen, konnten sich aber scheinbar nicht durchsetzen. (So ähnlich war es auch wieder in 70-er Jahren als die Stadt Jena und HO-G das Problem Fahrstraße ansprachen und die alten Jenziger meinten, man müsse den Jenzig erwandern. Ihnen kann man nur zu Gute halten , dass sie zu der Zeit nicht mehr das Jenzighaus mit seinen finanziellen Ansprüchen zu verwalten hatten. )

So ergriff Wilhelm Härdrich die Eigeninitiative und erledigte als treuer Jenzigbesucher auf eigene Kosten folgende Maßnahmen:

  • Verbreiterung und Asphaltierung des Zick-Zack-Wanderweges mit Errichtung der Stützmauer und Schaffung der Terrasse mit Stützmauer vor dem Jenzighaus. Er sagt: „Dieses geht die Jenzig-Gesellschaft nichts an!“
  • Die Beleuchtung vor dem Jenzighaus wird von Wilhelm Härdrich geregelt, in dem auf der Terrassenmauer 6 Lampen angebracht wurden. In Aussicht gestellt ist die Beleuchtung der Kuppe.

Im Bericht und Rückblick über 1937 ist dann jedoch zu lesen:

„Wiederum ist ein Jahr vergangen, dass erfüllt war von bedeutungsvollen Ereignissen, die der Jenzig-Gesellschaft einen Platz ersten Ranges unter den Jenaer Vereinen sowie im Bund der Thüringer Berg-, Burg- und Waldgemeinden eingeräumt haben. Es ist dieses nicht nur das Verdienst der Vereinsleitung, sondern auch aller Nachbarn, die durch Treue und Liebe zur Gesellschaft und zur engen Heimat für diese gearbeitet, gefront und geworben haben.

Besonderer Dank gilt unserem Ehrenmitglied Wilhelm Härdrich für die Verbesserung und Verbreiterung des Zick-Zack- Wanderweges mit Asphaltierung und Stützmauer. Der Fürsteher Müller sagt: „Der Weg ist in Deutschland einmalig“.

Dank wird ihm auch für den Einbau einer neuen Heizungsanlage im Jenzighaus ausgesprochen.

Über die weiteren Wünsche des W. Härdrich wird auch Anfang 1938 noch diskutiert. Er möchte an zwei Seiten des Jenzighauses Anbauten errichten. Die Diskussion wird aber dann doch wie-der verschoben.

Und dann kam bald der 2. Weltkrieg, denn streng vertraulich wird behandelt die Errichtung einer Flugwache und eines Beobachtungshauses auf der Jenzigwiese. Laut Beschluß, wird die Wiese dafür zur Verfügung gestellt.

Zum Gründonnerstag 1937 ist erstmals die Jenzig-Singschar vertreten und bereitet den Anwe-senden und den Mitgliedern des Jenaer Turnvereins einen besonders schönen Abend.

Am 1. Mai 1937 fasste das Jenzighaus die Besucher nicht, so groß war der Andrang und das Interesse an diesem Treff.

In der Jahreshauptversammlung am 09.02.1939 im Jenzighaus berichtet der Fürsteher Paul Müller und ruft in Erinnerung:

  • Die Einweihung des Gedenksteines für die Gefallenen
  • Bergfest, Jubilarehrung, Sängerfest in Sitzendorf, Erntefest, Familienabende, Weihnachtsfeier und Silvester. Großen Anteil am Gelingen aller Feiern hatte die Singschar, die sich in unei-gennütziger Weise jederzeit zur Verfügung stellte.
  • Nochmals ergeht Dank an Wilhelm Härdrich für den in den Jahren 1937/38 ausgebauten Zick-Zack-Wanderweg, für die Terrassenbeleuchtung und 15 Tische. Man konnte nun bei jedem Wetter sauberen Schuhs den Jenzig erwandern. W. Härdrich hatte auch vor dem Haus die heu-tige Terrasse mit der hohen Stützmauer angelegt, die uns heute noch im Sommer als beliebter Sitz- und Aussichtsplatz erfreut. Die Einweihung des Wanderweges und der Terrasse war am 17.12.1938 anläßlich einer Sippung mit den Nachbargemeinden.

Der asphaltierte Weg wirkte sich auch günstig auf die Besucherzahl im Jenzighaus aus und somit auf die finanzielle Lage des Vereins. Der Jenzigwirt, Herr Schmaler, wird gelobt, da er allem Ansturm gerecht wird. Das Innere des Hauses wurde in Küche und Zimmern den Erfordernissen angepasst und auch ein Bad eingebaut.

Die Singschar feiert in diesem Jahr sein 10-jähriges Jubiläum. Eingeschrieben sind nun nur noch 51 aktive und 14 passive Sänger.

Im Mai 1939 werden von Härdrich und Heinze zwei Zeichnungen über Erweiterungen des Jenzighauses vorgelegt. Dieses Vorhaben wird jedoch vorerst nicht diskutiert.

Die Vergrößerung der Brüstungsmauer zwischen dem Steinhaus im Jenziggarten und dem Wald, die von W. Härdrich in Angriff genommen wurde, soll Ende Juli 1939 fertig sein.